Rottaler Kulturlandschaft

Die Rottaler Kulturlandschaft bzw. das Einzugsgebiet der Rot erstreckt sich über die Flächen oder Teilflächen von mehr als einem Dutzend Gemeinden: Fischbach LU, Grossdietwil LU, Altbüron LU, Roggliswil LU, Pfaffnau LU, Murgenthal AG, Roggwil BE, Untersteckholz BE (heute Langenthal), Obersteckholz BE, Busswil BE, Madiswil BE (Ghürn), Melchnau BE, Reisiswil BE und Gondiswil BE.

Übersicht Rottaler Kulturlandschaft (.pdf, 134KB)

 

Die Menschen innerhalb der Rottaler Kulturlandschaft richten sich jeweils mehr oder weniger stark auf die umliegenden Zentren Langenthal BE, Zofingen AG, Willisau LU und Huttwil BE aus. Ursprünglich gab es auch innerhalb der Rottaler Kulturlandschaft ein sehr bedeutendes Zentrum, nämlich das Kloster St. Urban. Ausserhalb des Rottals unterhielt dieses Ländereien vom Bielersee über das Napfgebiet bis in den Thurgau. Mit seiner Auflösung im Jahr 1848 fiel dessen Scharnierfunktion dahin und die zur Hauptsache seit der Reformation entstandene Kulturgrenze entlang der Rot wurde stärker und wirkt in vielen Bereichen bis heute nach. So beispielsweise im Bereich der Medien, im Bildungswesen, natürlich in Politik und Verwaltung, und sogar bei den Jasskarten (deutsche im Kanton Luzern, französische im Kanton Bern). Diese kulturelle Grenze trug aber auch dazu bei, dass fernab von Luzern, Bern und Aarau viele Besonderheiten, Traditionen und Kulturlandschaftselemente, wie etwa die Rottaler Wässermatten, erhalten blieben. Neben 120 national oder international gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist zum Beispiel auch die Vielfalt der seltenen Obstsorten gross.